STUTHE-SOMMERWORKSHOP 2008

RATTEN.LOVECRAFT
von Jorghi Poll
Uraufführung nach einer Erzählung von H. P. Lovecraft

 

12. Juli 2008
Einlass: ab 20:30 Uhr
Beginn bei Einbruch der Dunkelheit

auf Schloss Albrechtsberg bei Loosdorf, Niederösterreich

 

 

Theater hat viele Bestandteile. Was der Zuschauer zu sehen bekommt, ist oft nur der Bruchteil einer komplexen und intensiven Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichsten Bereichen.

Der STUTHE-Workshop auf Schloss Albrechtsberg bietet jungen Menschen, Nachwuchskräften und Theaterinteressierten die Möglichkeit, einen Einblick zu bekommen, was hinter der Bühne passiert und sich aktiv daran zu beteiligen.

Innerhalb von nur vier Tagen wurde vom 9. bis 12. Juli ein komplettes Stück auf die Beine gestellt, eine Bühne gebaut, Licht, Ton und Projektionen erarbeitet, Kostüm, Maske sowie Requisiten kreiert und das alles in engster Zusammenarbeit mit der Regie und den Schauspielern, die im gleichen Moment mit ihren Proben beginnen.

Ein ganzes Stück in vier Tagen – unmöglich? Nein, denn intensiver Einsatz, unermüdliche Kommunikation und eine gute Logistik sind der Schlüssel zum Erfolg.

Zum Stück:
Seit Jahrhunderten haben sich in der Umgebung des Schlosses einige seltsame Sagen erhalten, die immer wieder erzählt werden. Geprägt vom Aberglauben und dem Misstrauen der Einheimischen zieht der Nachfahre des früheren Adelsgeschlechts in das Schloss seiner Vorfahren und geht dem Gerede über seine Familie und dem beharrlichen Gerücht über Ratten im Gemäuer auf den Grund...

Die Priorei war wegen ihrer bizarr zusammengewürfelten Bauweise vielfach fach-wissenschaftlichen Betrachtungen unterzogen; einer Architektur, die düstere gotische Türme aufwies, dessen Fundamente wiederum aus einem früheren Stil – oder aus einer Mischung früherer Stile – bestand, römisch oder gar druidisch der kymrischen Epoche, wenn man den Sagen und Legenden vertrauen will. Architekten und Altertumsforscher begeisterten sich an diesen unglaublichen Relikten in Staub zerfallener Jahrhunderte, aber die Menschen der umliegenden Bauerndörfer haßten sie, hatten diesen sinistren Ort schon gehaßt, als meine Vorväter hier lebten, und hassen ihn noch heute, da er bedeckt von Moder und wilden Moosen in ghoulischen Träumen dahindämmerte – ein Anblick grauenhaftester Verlassenheit.